Fenster – Eine verkannte Energiequelle

Alles Leben auf der Welt verdanken wir der Sonnenenergie. Diese ist deshalb auch die Basis für alle Quellen erneuerbarer Energie. Technologien wie die Fotovoltaik und Solarthermie funktionieren sehr offensichtlich nur dank der Sonne, doch auch Bioressourcen, Wasserkraft und Windräder sind im Endeffekt von ihr abhängig. Die meisten dieser Technologien bestehen bereits seit vielen Jahren und haben sich beständig weiterentwickelt.

Ein ganz bestimmter Weg der Aufnahme von Sonnenenergie blieb dabei völlig unbeachtet: die Fenster. Durch diese erhalten wir täglich Licht und Wärme, ohne diesen Vorgang besonders wertzuschätzen. Dabei ist es längst an der Zeit, auch unsere Fenster als Energiequelle zu betrachten und diese endlich weiterzuentwickeln.

Die Energie, die in Form von Sonnenstrahlung in unsere Häuser einfällt, besteht zu einem kleinen Teil aus Licht, zum Großteil aber aus Wärme. Die aus dieser Wärme resultierende Energiemenge ist so unglaublich groß, dass sie der Bruttostromerzeugung von allen erneuerbaren Energien in Deutschland gleichkommt. Dies führt dazu, dass ein Teil der einfallenden Energie sogar unerwünscht ist: Vor überflüssiger Wärme, die wir besonders im Sommer wahrnehmen, schützen wir uns in der Regel mit Sonnenschutzanlagen wie etwa den Rollladen. Im Winter hingegen entstehen erhöhte Wärmeverluste. Gibt es keine Möglichkeit, diese zwei Seiten in Einklang zu bringen?

Um Fenster als eine verlässliche Energiequelle zu etablieren, müssen die Wärmeverluste drastisch reduziert werden. Doch wie kann es gelingen, die Schwankungen zwischen Wärmegewinnen und Wärmeverlusten zu stabilisieren? Am effektivsten wäre ein Fenster, welches im Stande ist, die Solarstrahlung maximal hineinzulassen und die Wärmeverluste maximal zu stoppen. Und wie errichten wir der Sonnenenergie eine Einbahnstraße in unsere Häuser? – Die Lösung dafür ist eine Dämmvorrichtung, die nur dann aktiv ist, wenn sie wärmetechnisch benötigt wird. Auf diese Weise kann Energie gewonnen, aber auch gespeichert werden, sodass die Wärmebilanz eines jeden Hauses effektiv reguliert wird.