Das erste Haus der Welt, das sich selber warm hält

Mit einer komplett neuen Technologie bietet unser Unternehmen die Möglichkeit einer Energiewende im Eigenheim. „Insgesamt konnte gezeigt werden, dass sich der Heiz- und Kühlenergiebedarf durch den Einsatz der schaltbaren Dämmung signifikant reduzieren lässt, im Fall des Wohnraums um mehr als 50% = 4,4 kWh/m² Jahresverbrauch“ (Ergebnisse des Fraunhofer Forschungsprojektes). In einem ersten, pragmatischen Schritt konzentrieren wir uns dabei auf eine völlig verkannte Energiequelle.

Die Geschichte menschlicher Unterkünfte ist eine Kulturgeschichte der Menschheit. Sie ist aber auch eine Geschichte über den energetischen Fortschritt. Mit Hilfe eines Zeitstrahls könnte man sehr anschaulich darstellen, wie sich unsere Häuser mit der Erschließung neuer Energiequellen verändert haben. Von der Nutzung von Holz über Kohle, Öl, Gas hin zu der modernen Stromversorgung, wurde auch der menschliche Wohnraum immer geräumiger und komfortabler. Doch wie lange reichen die fossilen Ressourcen noch aus? Wie lange können wir uns diese großen, hellen und bequemen Häuser noch leisten? Und wie geht es danach weiter?

Die Menschheit sollte ihre fatale Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen beenden, bevor die Ressourcen ihr Ende finden. Die Möglichkeit zu einem Umschwung gibt es. Denn es gibt freie und saubere Energie, die uns allen zugänglich ist. Energie, die unsere Häuser regelrecht badet – die Sonnenenergie. Die Umwandlung dieser Energie in Wärme geschieht, wie man buchstäblich an der eigenen Haut spüren kann, unmittelbar und mit sehr hohem Wirkungsgrad. Doch das zurzeit angewendete Konzept der rigorosen Wärmedämmung schließt eine direkte Nutzung dieser Energie aus. Die wärmedämmende Hülle verhindert die Wärmetransmission in beide Richtungen, ob Tag oder Nacht, Sommer oder Winter. Die Energie, die genutzt werden könnte, verpufft. Doch das könnte nun ein Ende haben!

Um dem Energieverlust entgegenzuwirken, haben wir eine Methode der schaltbaren Wärmedämmung entwickelt. Eine Methode, mit welcher sich Wärmeströme gezielter regeln lassen können. Die Gebäudehülle der Zukunft. Die Plusenergiewand. Diese Form der adaptiven Gebäudehülle wird zu einer energetischen Vermittlungsstelle zwischen Innenraum und Außenwelt. Mit einer speziellen Technologie lässt sich so unser Wohnraum komplett von der Sonne versorgen. Ein einfaches Konzept – mit unglaublicher Wirkung.

Ein erster Schritt für eine sofortige Umsetzung

Um die Vorzüge dieser Technologie möglichst schnell umsetzen zu können, haben wir uns in einem ersten Schritt zunächst auf ein besonderes Element der adaptiven Gebäudehülle konzentriert: Ein nachträglich einbaubarer, schaltbarer Wärmeschutz für Fenster. Die Erfahrung mit diesem adaptiven Wärmeschutz soll von den Vorteilen der Gebäudehülle der Zukunft überzeugen. Dank der besonderen Konstruktion lassen sich die Wärmeverluste eines Fensters von einem Drittel bis auf ein Zehntel reduzieren, sodass sich die Dämmung des Fensters auf das Niveau einer gedämmten Wand erhebt. Das Besondere: Die solaren Gewinne gehen dadurch nicht verloren. Somit können potenzielle Einsparungen bei einem alten, doppeltverglasten Fenster bis zu 140 kWh/m² (ca. 140€ bei 1 kWh = 10 Cent) pro Jahr und bei einem modernen, dreifachverglasten Fenster bis zu 60 kWh/m² (ca. 60€ bei 1 kWh = 10 Cent) betragen. Dies entspricht einer Energieeinsparung von 8 bis 20 kWh/m² Wohnfläche

Damit gehen wir einen kompletten neuen Weg, der wesentlich effizienter ist, als die bisherigen Methoden. Um Wärmeverluste am Fenster zu reduzieren, werden gegenwärtig zwei unterschiedliche Methoden angewendet. Zum einen setzt man auf mehrfache Wärmeschutzverglasung, zum anderen auf Rollladen. Beide Methoden haben entscheidende Schwächen: Die Verwendung mehrerer Gläser hintereinander wirkt sich negativ auf die solaren Gewinne aus, sodass die Wärmebilanz bei steigenden Herstellungs- und Montagekosten stagniert. Der Einsatz von Roll- oder Klappläden hingegen ist nicht als Dämmung geeignet, da diese eine Stärke von über 10cm vorweisen müssten, um einen passablen U-Wert unter 0,3 kWh/m² zu erreichen. Dies ist natürlich nicht umsetzbar, da solch eine Konstruktion kaum verstaut werden kann.

Unsere Effizienz ist vom Fraunhofer Institut geprüft

Hingegen bietet unser Wärmeschutzsystem einen Vorteil, der die Lösung dieses Dilemmas darstellen kann: Mit der Hilfe von 0,012mm wärmereflektierenden Folien können so viele geschlossenen wärmeisolierende Luftschichten gebildet werden, wie die Tiefe der Fensternische es erlaubt. Dies hat dieselbe Wirkung wie eine Mehrfachverglasung. Mit 15 Luftschichten kann z.B. der U-Wert einer gut gedämmten Wand erreicht werden. Dennoch erlaubt der Stauchfaktor > 300, die Konstruktion platzsparend zu verstauen! Die erfolgsversprechenden wärmetechnischen Eigenschaften dieser Konstruktion wurden bei einer Studie der Fraunhofer ISE geprüft und bestätigt. Unser Start-up möchte das entwickelte Produkt allen interessierten Unternehmen der Sicht- und Sonnenschutz Branche zur Verfügung stellen, so dass diese ihr Produktportfolio erweitern können. Dadurch erhoffen wir uns eine schnelle Verbreitung des Konzepts und somit eine spürbare energetische Wirkung.